2.00 Schmetterlingsgarten mit Pflanzen für Tag- und Nachtfalter

In dieser Abteilung des Gartens ist die Wechselbeziehung zwischen Flora und Fauna gut zu beobachten. Das Wechselspiel zwischen z.B. Pflanze und Schmetterling ist bestimmt durch zeitliche und anatomische Besonderheiten und durch die Abhängigkeit von bestimmten Pflanzen in den verschiedenen Entwicklungsphasen des Schmetterlings. Zur Erinnerung: Ei, Raupe, Puppe, bis sich der Schmetterling dann endlich in seiner letzten Lebensphase zu dem zartflügeligen Falter entpuppt. Falter legen ihre Eier nur an bestimmten Pflanzen ab, wie sie auch nur von bestimmten Pflanzen den Nektar holen.

Zum Beispiel suchen sich das Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs für die Eiablage die Brennessel, da die Raupen diese Nahrung benötigen. Sie darf deshalb auch reichlich im Garten vertreten sein. Als Falter jedoch holen sie den Nektar überwiegend vom Schmetterlingsstrauch.

Generell unterscheidet man zwischen Tag- und Nachtfalter, wobei die Tagfalter zwar die farbenprächtigeren Exemplare sind, jedoch in der Minderheit vertreten. Tagfalter wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral bevorzugen Sommerflieder (Buddleja), Große Flockenblume (Centaurea) und Waldrebe (Clematis). Nachtfalter wie z.B. Eulenfalter und Schwärmer bevorzugen Phlox, Geißblatt (Conicera) und Wunderblume (Mirabilis).

Bei den Nachtfaltern kommt das Wechselspiel zwischen Bau der Pflanze und Bau des Schmetterlings zum Tragen. Die Blüten besitzen meist einen langen Blütenkelch, die Eulen und Schwärmer besitzen lange Rüssel. Sie sind somit hervorragend in der Lage an den Nektar im unteren Bereich des Blütenkelches heranzureichen.