3.06 Bionikpflanzen

Die Bionik oder Biotechnik ist eine über viele Jahrzehnte gepflegte Wissenschaft, in der Anatomie und Wirkung von Pflanzen oder Tieren oft in technische Funktionsweisen umgesetzt wurden und immer noch werden. Die Bedeutung dieser Wissenschaft ist heutzutage größer denn je, da die technischen Lösungen nach dem Vorbild der Natur dazu beitragen können, mit den Ressourcen sparsamer umzugehen und die Umwelt zu schonen.

Einige Arten von Pflanzen klettern etliche Meter in die Höhe. Über Kletterhilfen wie Ranken oder Haftwurzeln erlangen sie den nötigen Halt. Man unterscheidet dabei zwischen Sproßranken (Wein) und Blattranken (Zaunrübe). Kommen sie in Kontakt mit einer Unterlage, beginnen sie mit dem Umwindungswachstum. Durch schraubiges Aufrollen, oft mit Richtungswechsel erreicht die Ranke eine optimale Verankerung bei gleichzeitiger elastischer Dehnbarkeit.

Die Zaunrübe diente der Spiralfederentwicklung als Vorbild. Von der Weberkarde dienten die Kardenköpfe als Bürsten zum Aufrauhen von u.a. Stoffen, Wolle und Fasern. Die Samenkapseln des Mohns dienten als Vorlage des Salzstreuers. Die Klette gilt als Vorbild für den Klettverschluss.