8.02 Heilpflanzen - Nieren und Harnwege

Nach Paracelsus steht die Goldrute für Harmonie und Verbindung: Sie hat einen harmonischen Wuchs und ein ausgeglichenes Verhältnis aller wichtigen Inhaltsstoffe, Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide. Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist der Nieren-Blasen-Apparat. Sie wirkt stark harntreibend und ist daher z.B. auch bei Rheumaerkrankungen einsetzbar, zur Ausschwemmung der Stoffwechselgifte.

Der schwarze Holunder gilt seit Urzeiten als Universalmedizin. Unseren Vorfahren galt er als Wohnsitz der Frau Holle, der Beschützerin von Haus und Hof. So gab es kaum ein bäuerliches Anwesen, auf dem nicht in der Nähe des Wohnhauses oder der Stallungen, noch häufiger im Garten, ein Holunderstrauch zu finden war. Tee aus den Blüten gilt noch immer als wassertreibendes, abführendes und fiebersenkendes Heilmittel. Die frische Rinde wurde auf Insektenstiche gelegt. Ein Trunk aus Holunderbeeren wirkt harntreibend und günstig auf die Nieren. Wegen ihres hohen Gehaltes an Vitaminen und Mineralstoffen werden die Holunderbeeren auch in der Küche verwendet. Sie sollten jedoch nicht roh verzehrt werden, da sie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen können.