8.09 Heilpflanzen - Blut

An dieser Stelle soll das Seifenkraut genannt werden. Es wird bereits seit dem Altertum als Heilpflanze verwendet. Es enthält Saponine, die schleimlösend wirken, daher wird es bei Husten- und Bronchialleiden eingesetzt. In der Volksmedizin wurde Seifenkraut aber auch als ein wirksames Blutreinigungsmittel geschätzt und war daher Bestandteil von Blutreinigungstees. Seifenkrautee wird aber auch für Umschläge bei Hautleiden verwendet, da seine Saponine eine pilzfeindliche Wirkung haben. Im Mittelalter war das Seifenkraut auch als Waschkraut bekannt. Der Wurzelabsud wurde jahrhundertelang als Waschmittel verwendet.

Ein weiterer Vertreter ist der Blutwurz, der auch Tormentill genannt wurde. Der blutrote Wurzelstock des Blutwurzs wird frisch getrocknet verwendet. Er enthält bis zu 20 % Gerbstoffanteile. Schon im Mittelalter galt der Blutwurz als eine Heilpflanze gegen Blutungen jeder Art, so wurde er u.a. bei Nasenbluten und Wundblutungen verwendet.

Weiterhin fallen uns auf diesem Beet Brennnessel, Sauerampfer, Kresse und Wacholder auf.