8.11 Heilpflanzen - Nervensystem

Auf diesem Beet sticht der Hopfen hervor. Er ist eine sehr alte Kultur- und Heilpflanze. Bereits die Kräuterbuchautoren des Mittelalters loben seine beruhigende, blutreinigende, harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung. Hopfen wurde aber auch schon sehr früh von den Mönchen zum Aromatisieren des Biers verwendet. In der heutigen Heilmedizin findet der Hopfen hauptsächlich als Beruhigungsmittel Verwendung.

Bereits im 5. und 4. Jh. vor unserer Zeitrechnung spielte Baldrian eine große Rolle bei Heilkräutern als Nerven- und Beruhigungsmittel. Es wirkt bei nervösen Reizzuständen, nervös bedingten, krampfartigen Schmerzen im Magen- und Darmtrakt, bei Schlaflosigkeit und nervösem Herzklopfen. Empfehlenswert ist ein Tee aus Baldrianwurzel, der wie folgt zubereitet wird:

2 Teelöffel zerkleinerte Baldrianwurzel mit ¼ l kaltem Wasser übergießen und 10 bis 12 Stunden stehen lassen. Gelegentlich umrühren.