8.12 Heilpflanzen - Haut

Die Pestwurz wurde bereits im Mittelalter zur äußeren Behandlung von Geschwüren verwendet. Diese ausdauernde Pflanze galt als eines der besten Mittel gegen die Pest. Sie wurde aber auch als haut- und wundheilendes Mittel gebraucht. In der Volksmedizin wurde die Pestwurz bei Husten, Heiserkeit, Asthma, Harnleiden und Gicht gebraucht. Die Blätter dienten zur Wundbehandlung und wurden auf Geschwüre, Verstauchungen und Gichtknoten aufgelegt. Ein alter Name für die Pestwurz war „Neunkraftblätter“. Nach einem Volksglauben der Slowaken hat das Blatt 9 Adern, besitzt 9 Kräfte und nützt gegen 9 Krankheiten.

Die gewöhnliche Quecke, für die meisten Menschen ein „schreckliches Unkraut“, ist eine Heilpflanze, die aufgrund ihres Kieselsäuregehaltes bei vielen Beschwerden wirksam ist. Das Hauptanwendungsgebiet der Quecke ist die Aktivierung der Drüsen. Dadurch wird eine Entwässerung erreicht, Körperschlacken werden beseitigt, Müdigkeit und Abgeschlagenheit aufgehoben und vor allen Dingen Hautunreinheiten gebessert. Die Queckenwurzel ist in der modernen Pflanzenheilkunde Bestandteil von Blutreinigungsteemischungen. Geerntet wird die Queckenwurzel im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb neuer Halme.