8.13 Heilpflanzen - Augen

Der Augentrost ist ein schönes Beispiel für die Signaturenlehre. So haben die zarten Saftmale auf der Unterlippe der Blüte einen Bezug zu den Augenwimpern. Durch diese Signatur hat er seinen Namen, Augentrost, und seine Verwendung in der Heilkräuterkunde erhalten. Augentrosttee wird äußerlich für Augenspülungen und Umschläge angewendet. Innerlich hilft er zudem bei Schnupfen, Kopfschmerzen und Völlegefühl.

Die Heilkraft der Kornblume war schon im antiken Griechenland bekannt. Sie wurde u.a. als Mittel gegen Augenleiden, wie z.B. Bindehautentzündungen genutzt. Als Brauch galt es, sich mit den ersten Blüten im Jahr die Augen zu bestreichen, so war man dann das ganze Jahr vor Augenkrankheiten geschützt.