Praxisseminar Terra Preta und Effektive Mikroorganismen (EM)


Termin Details


Im zweitägigen Praxisseminar am 24–25 April 2021 weiht Sie Diplom-Geoökologe und EM-Berater Marko Heckel in die Geheimnisse von Terra Preta und Effektiven Mikroorganismen ein: Ihre Geschichte, Zusammensetzung sowie ihre Anwendung in Garten und Landwirtschaft. Im Seminar werden Begriffe wie Pflanzenkohle, Pyrolyse, Gesteinsmehle, Fermentation, Bokashi, Quadratbeet, Mulchen, Mikrobiologie und Nährstoffkreisläufe u.v.m. erklärt.

Alle Teilnehmer lernen Terra Preta herzustellen und Effektive Mikroorganismen (EM) selbst zu vermehren. Neben den theoretischen Erläuterungen gibt es verschiedene praktische Einsatzstationen im Wangeliner Garten. Dieser praktische Teil des Seminars (Gartenarbeit) wird bei jeder Witterung stattfinden. Wir möchten Sie bitten, sich geeignete Arbeitskleidung, Handschuhe und festes Schuhwerk mitzubringen.

Terra Preta – Was ist das?
Terra Preta ist portugiesisch und bedeutet Schwarze Erde. Dahinter verbirgt sich eine extrem humusreiche und fruchtbare Schwarzerde aus dem Amazonasgebiet in Brasilien, wo sie vor über 500 Jahren von Menschenhand entstand und zu einer Hochkultur führte. Die Besonderheit der tiefschwarzen Terra Preta liegt in einem 10 – 20%-igem Anteil organischen Kohlenstoffs (Humus), der oft über das ganze Bodenprofil von einen Meter und mehr vorhanden ist. Ackerböden kommen gewöhnlich nur auf 0,5-3% Kohlenstoff; Gartenböden haben selten mehr als 5% in einer Humusschicht von maximal 30 cm. Der Humusgehalt eines Bodens bestimmt seine Fähigkeit Nährstoffe und Wasser speichern zu können sowie das Ausmaß, in dem natürliches aktives Bodenleben stattfinden kann – je höher der Gehalt, umso höher ist damit die Bodenfruchtbarkeit und die Ernte. Positive Effekte von Terra Preta sind mehrfache Erträge, kein Bedarf an Kunstdünger oder Pflanzenschutzmitteln, der Boden bleibt stabil und erschöpft nicht, wäscht nicht aus und man erhält kerngesunde Pflanzen. Zudem hat Terra Preta die Fähigkeit unter den richtigen Bedingungen von selbst nachzuwachsen, kann aber auch vom Menschen hergestellt werden.