LUPINALE


LUPINALE 2021 
– Panorama der Vielfalt

Kunst und Kultur im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben ein großes Potenzial:
Sowohl für das Entstehen eines Zusammengehörigkeitsgefühls und Selbstverständnisses der Bewohner*innen in der Region als auch für die Attraktivität und dieQualität der Wahrnehmung von außen.
Eine der Leitideen der LUPINALE ist es, zeitgenössische Kunst/Kultur an besonders sehenswerten Orten/ Räumen im Landkreis durch gelungene Ausstellungen/Veranstaltungen anzubieten.
Kurator der Ausstellung ist Wolfgang Vogt | Pampin

Die Ausstellung ist vom 2. Juli bis 31. Oktober 2021, täglich von 10 – 18 Uhr zu sehen.
Eine Eintrittskarte für den Wangeliner Garten muss dafür erworben werden.

Folgende Arbeiten (Leihgaben des Skulpturenparks kulturforum PAMPIN) sind im Garten zu sehen:

ARBORETUM FERRUM – Tina Schwichtenberg

Foto: Klaus Hirrich

Diese aus landwirtschaftlichen Geräteteilen zusammengesetzten „Bäume“ wurden von Tina Schwichtenberg im Skulpturenpark PAMPIN angefertigt.

Mit dieser eisernen „Baumgruppe“ verweist die Konzeptkünstlerin auf die Gefährdung der Natur, auf das weltweite Baumsterben und die Abholzung der (Regen)Wälder, auf Monokultur und industrialisierte Landwirtschaft. Mechanische Geräte zur Feldbearbeitung, zum Pflügen, Säen, Ernten etc. haben ausgedient, da nicht effizient genug.
Künstlerisch verarbeitet zu metallenen „Bäumen“, finden sie eine sinnhafte Wiederverwendung und stehen hier als eherne Mahnmale für Nachhaltigkeit und Beständigkeit.

MUTANTEN – Tina Schwichtenberg

Diese Riesenkraken ähnelnden Objekte – ehemalige Heuwender mit Glaskugel als Kopf – könnten von einem anderen Planeten oder aus einem Science-Fiction-Film stammen.

SPUREN DER BERÜHRUNG – Tina Schwichtenberg

Foto: A. Silbermann

Mit „Spuren der Berührung“, bereits 1997 anlässlich der Klimakonferenz in Kyoto als Aktionskunst ins Leben gerufen, hat Tina Schwichtenberg weltweit ihre mahnenden Zeichen gesetzt.

„Das Gleichnishafte dieser Arbeiten wurde weltweit leicht verstanden, das Baumlazarett begriffen als Verletzung und Schmerz, die Natur wie Menschen gleichermaßen treffen. Das Leinen symbolisierte zugleich das Heilende der Hüllen..“(Ingeborg Ruthe)


Tina Schwichtenberg – Aktions- und Konzeptkünstlerin

www.tina-schwichtenberg.de

Tina Schwichtenbergs künstlerisches Anliegen lässt sich auf einen Nenner bringen: Sie mischt sich ein. Sie kann und will Ungerechtigkeiten, Verletzungen der Menschenwürde und Ausbeutung von Natur und Umwelt nicht auf sich beruhen lassen, sondern mit den Möglichkeiten und Zeichen ihrer Kunst sichtbar machen. Ihre Kunst ist Zeichen-Setzung: markant, eindringlich, relevant – und verständlich.

Dabei gelingt ihr oft der „Geniestreich“, nicht nur den Blick für das Problem/das Skandalöse zu schärfen, sondern auch auf die Möglichkeiten einer positiven Entwicklung/Wendung zu verweisen, ohne den Anspruch auf eine gültige Lösung zu erheben. Verletzung verlangt nach Heilung. Diese Sicht wird nicht apodiktisch, pedantisch vermittelt, sondern optimistisch und oft mit einem Zwinkern in den Augenwinkeln.

Tina Schwichtenbergs Kunst erwächst aus/ruht auf tief verankerten humanistischen Überzeugungen. Sie ist getragen von Ehrfurcht vor allem Leben, von der Geltung der Grund- und Menschenrechte, der Schutzbedürftigkeit von Umwelt und Natur, dem Respekt vor dem Kreatürlichen und der kulturellen Vielfalt.

(Ortrun Venth-Vogt)


Foto: Klaus Hirrich

Sonnenanbeterinnen | Schwäne | Das Hochrad – Wolf Art | Ping Qiu

Assemblagen – aus landwirtschaftlichen Geräten/Gerätenteilen zusammengesetzte Objekte, überwiegend aus dem Natur-/Tierreich.

Ping Qiu

geboren  1961 in Wuhan, Provinz Hubei ist eine chinesische Künstlerin.
Sie lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg.
www.ping-qiu.de