Ausstellung am 31.07.2026 um 13 Uhr
„Stresstart meets Landart – graffiti & Lehm“ ist ein außerschulisches, partizipatives Kunstprojekt,das jugendkulturelle Ausdrucksformen mit nachhaltiger Materialpraxis verbindet. Ausgangspunkt sind die Bildwelten der Jugendlichen: Tags, Styles, Schriftzüge, Symbole und persönliche Themen. Diese werden gemeinsam künstlerisch reflektiert und in ortsbezogene Arbeiten im Landschaftsraumübersetzt. Im Zentrum steht der künstlerische Prozess – die Auseinandersetzung mit Identität, Sichtbarkeit und Raumaneignung. Fragen wie „Wem gehört öffentlicher Raum?“ oder „Wie hinterlasse ich ein Zeichen?“ strukturieren die Arbeit. Street-Art-Strategien werden in natürliche Materialien übertragen: Reliefs aus Lehm, skulpturale Schriftzüge sowie Interventionen mit Erde, Steinen, Holz oder Weiden.
Lehm dient als künstlerisches Medium. Seine Formbarkeit und Haptik eröffnen sinnliche Zugänge,die nicht an sprachliche Sicherheit gebunden sind. Nachhaltigkeit prägt die ästhetische Ausrichtung und die Arbeitsweise: Es wird mit ressourcenschonenden, natürlichen Materialien gearbeitet und der Umgang mit Material, Ort und Eingriff wird bewusst reflektiert. Fragen von Dauer und Verantwortung im öffentlichen Raum fließen in die Entscheidungen ein. Der Arbeitsprozess ist konsequent partizipativ. Motive, Orte und Umsetzungen werden gemeinschaftlich entwickelt und entschieden. Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung für Entwurf und Realisierung und erleben Selbstwirksamkeit im künstlerischen Handeln.
Unterschiedliche Fähigkeiten finden gleichwertig Platz. Als Camp konzipiert, verbindet das Projekt künstlerische Arbeit mit sozialem Lernen. Gemeinsame Organisation sowie Morgen- und Abendrunden stärken Teamfähigkeit und Konfliktkompetenz. So entsteht ein kultureller Bildungsraum, in dem Jugendliche eigenen Ausdruck entwickeln.

