Ein Gewächshaus ist für einen Garten wie die Flügel für ein Flugzeug – ohne geht es nur schwer. Das gilt umso mehr für ein Schmuckstück der Größe des Wangeliner Gartens. Hier wird herangezogen, was später im Freiland und auf dem Teller uns Menschen erfreut. Oder auf dem Frühjahrs- und Herbstmarkt verkauft wird. Was aber, wenn die Außenhaut des Gewächshauses löchrig wie ein Käse ist? Richtig, das ist totaler Käse. Es braucht einen neue Folie!
Bei den Ausmaßen unseres Gewächshauses war das eine ziemliche Herausforderung. Denn: Wie schafft man es, eine gut 30 Meter lange Folie über ein Stahlgestänge zu ziehen, ohne dass die insgesamt über hundert Kilogramm schwere Folie dabei Schaden nimmt?

Viele Monate haben wir geplant, gesucht, gefragt, Tutorials geschaut. Schließlich war klar: Wir ziehen die neue Folie über die alte, so dass rostige Stahlrohre sie nicht verletzen. Dann schneiden wir die alte Folie von innen vorsichtig ein, ziehen sie heraus und entsorgen sie. Was nicht sonderlich aufregend klingt, war am Ende ordentlich schweißtreibend, die Sonne knallte voll aufs nun mehr intakte Gewächshaus.
René und Karin haben inzwischen das Gemüsebeet im Gewächshaus vorbereitet, richten das neue Heim für viele Planzen fein ein. So kann sich unser junges Gemüse richtig wohlfühlen.
Dass wir nach langer Zeit das Gewächshaus wieder nutzen können, haben wir vielen freiwillig helfenden Händen zu verdanken. Herzlichen Dank an alle UnterstützerInne , Mitfiebernden und Daumen Drückenden. Und gute Genesung all jenen, die bei ihrem heldenhaften Einsatz Blessuren davon getragen haben!

