„The Wangeliner Garten is probably the closest to heaven I have been to“ [dt. Der Wangeliner Garten ist der Ort, an dem ich dem Himmel wohl am nächsten war]. Mit diesem Satz begrüßte Kyle Holzhueter die Gäste im Lehmhaus des Wangeliner Gartens am 12. Juli. Der aus Japan kommende Holzhueter sprach an jenem Abend über sein Projekt in Kamimomi in der Präfektur Okayama, wo er Permakultur und das Bauen mit Lehm und Fasern zusammenbringt. Fast so, wie in Wangelin, wo es mit dem Wangeliner Garten und der Europäischen Bildungsstätte für Lehmbau etwas ganz Ähnliches gibt.

Der aus Wisconsin stammende Holzhueter begeisterte mit seinem Vortrag das Publikum. Bescheiden und bestimmt zur gleichen Zeit zeichnete er die Entstehung und Gegenwart der von ihm und seinen Mitstreitenden geschaffenen Oase. Besonders faszinierend dabei war für die Anwesenden, dass dies ohne staatliche Unterstützung oder Fördergelder lief und läuft. Vielmehr verdient der ausgezeichnete Lehmbauer das nötige Geld mit Kursen und auf Baustellen. Das er sein Handwerk versteht, konnten die Anwesenden anhand der gezeigten Bilder deutlich erkennen. Erst recht jene, die tagsdrauf an seinem einwöchigen Workshop zu japanischen Putztechniken in der Bildungsstätte teilnahmen.

